Geschichte
Im Grunde begann die Besiedlung der Gegend um das heutige Kapstadt mit der Entdeckung des Kaps der Guten Hoffnung. Der portugiesische Seefahrer Bartolomeu Diaz entdeckte es im Jahr 1488 und nannte es ursprünglich “Kap der Stürme”. König Joao II ernannte es dann kurze Zeit später zum Kap der Guten Hoffnung.
Das Kap diente lange Zeit nur als Zwischenstation für die Portugiesen, damit sie die Schiffe auf dem Reisen nach Indien beladen konnten. Später erkannten auch die Holländer die optimale Lage des Kaps und gründeten im Jahr 1652 das erste Fort im heutigen Kapstadt. Nachdem sich die Holländer verstärkt in der Gegend angesiedelt hatten, folgten bald auch weitere Europäer. Die Einheimischen wurde von den Siedlern immer weiter ins Landesinnere verdrängt, doch es gab in der Folge immer wieder kleinere Kriege, da die Einheimischen ihr Weideland natürlich nicht aufgeben wollten. Die Unruhen endeten erst mit dem Einmarsch der Briten, die hier eine britische Kolonie errichteten.
Im 19. Jahrhundert waren die Buren sehr unzufrieden mit den englischen Machthabern, da diese die Sklaverei verboten hatten und schwarze und weiße Einwohner gleichstellten. Daraufhin verließen rund 10.000 Buren die Kolonie, um ein neues Leben zu beginnen. Im Lauf des 19. Jahrhunderts kam es zu zahlreichen kriegerischen Auseinandersetzungen. Nachdem die Zulu zuerst die Buren bekämpften, wollten die Briten nun auch die Gebiete der Zulus für sich beanspruchen, so dass es auch hier zu blutigen Auseinandersetzungen kam. Nachdem zuerst viele Kämpfe von den Briten verloren wurden, konnten sie im Jahr 1887 den Sieg über die Zulus davontragen und das ganze Land in Besitz nehmen.
Auch gegen das Volk der Xhosa mussten die Briten kämpfen, denn auch diese wollten ihr Weideland verteidigen. Die Buren verteidigten ihre Gebiete auch sehr verbissen, mussten sich jedoch im Jahr 1902 den Briten endgültig geschlagen geben. Im Jahr 1910 kam es zum Zusammenschluss der Buren mit den Briten. In dem demokratischen Staat durften jedoch nur die Weißen wählen, die Schwarzen wurden weiterhin in ihren Rechten beschränkt. Ihnen wurden nur bestimmte Gebiete zugeteilt, in denen sie Land- oder Viehwirtschaft betreiben konnten. Apartheid, die Politik der Aussonderung, wurde zum Schlagwort in den kommenden Jahrzehnten. In den 40er Jahren wurden die Maßnahmen noch verstärkt, die Schwarzen wurden kontrolliert und es waren auch keine Ehen zwischen Weißen und Schwarzen gestattet. Erst Ende der 90er Jahre konnte der Apartheid ein Ende gesetzt werden.
