Kap der Guten Hoffnung

Das Kap der Guten Hoffnung bildet den südwestlichsten Punkt von Afrika, und nicht den südlichsten, wie viele fälschlicherweise annehmen. Der Name rührt daher, dass die Seefahrer aus Portugal im 15. Jahrhundert einen Handelsweg nach Indien entdeckt hatten. Ursprünglich hieß es Kap der Stürme, wurde jedoch einige Zeit

später umbenannt. Kapstadt hat seinen Namen auch von diesem Kap und liegt etwa 40 Kilometer davon entfernt. Das Kap ist sehr felsig und steil und ragt bis ins Meer hinein. Bei Ebbe tauchen dann einige Felsen aus dem Wasser auf.

Das Kap war früher sehr gefürchtet, denn mehr als 300 Schiffe zerschellten an den scharfen Felsen. Das liegt auch an den unberechenbaren Winden, die in diesem Gebiet wehen, denn er wurde selbst erfahrenen Seeleuten zum Verhängnis. Das Kap der Guten Hoffnung ist inzwischen ein Naturreservat mit einer Gesamtfläche von 7.750 Hektar. Das Gebiet ist ein ideales Ausflugsziel für Tier- und Naturliebhaber, denn die Artenvielfalt ist hier sehr groß. Hier gibt es mehr als 250 verschiedene Vogelarten, 52 verschiedene Orchideenarten und putzige Paviane. Vor diesen muss man sich allerdings in Acht nehmen, denn sie können urplötzlich beißen. Deshalb sollte man sie auf keinen Fall füttern und die Fenster des Autos geschlossen halten. Es kann auch vorkommen, dass dem Besucher Zebras, Reptilien, Strauße und Antilopen begegnen. Am Kap der Guten Hoffnung finden Angler hervorragende Bedingungen, um ihrem Hobby nachzugehen, und auch für Surfer ist dieses Gebiet ein Eldorado. Rund um das Kap gibt es herrliche Strände, die zum Baden und Sonnen einladen.

Der Strand an der Buffels Bay ist wunderschön, in der Hochsaison jedoch ziemlich überlaufen. In diesem Naturreservat gibt es noch einige besondere Touristenattraktion. Dazu zählt der Aussichtspunkt Cape Point, an dem man mit einer Zahnradbahn auf eine 214 Meter hohe Aussichtsplattform gelangen kann. Im Nordwesten befindet sich der Shipwreck Trail, eine rund 90-minütige Tour, bei der man zwei Schiffswracks besichtigen kann. Sehenswert ist auch ein alter Leuchtturm aus dem Jahr 1857, der jedoch seit 1911 nicht mehr in Betrieb ist. Für die Erkundung des Parkes sollte man genügend Zeit einplanen, denn hier findet man auch die mit 249 Metern höchste Klippe in Südafrika sowie Denkmäler zu Ehren der portugiesischen Seefahrer.